KI-Wettbewerb vor Gericht: Musk verklagt OpenAI und Apple!
Hallo und herzlich willkommen zur 116. Ausgabe des ChatGPT Insiders!
Diese Woche steht für mich ganz unter dem Motto Vorträge.
Am Mittwoch durfte ich auf Deutschlands größtem Startup Open Air SOA in Bonn über KI und Personal Branding sprechen, gestern hatte ich unseren monatlichen Attractive Academy-Vortrag und heute Abend halte ich einen Vertrag auf dem Erfolgskongress.
In allen Vorträgen geht es prinzipiell darum, wie du mit der Hilfe von künstlicher Intelligenz deine Prozesse automatisierst, Content erstellst und neue Kunden gewinnst.
Trotzdem habe ich natürlich auch in dieser Woche wieder spannende ChatGPT Insights für dich vorbereitet, die ich dir nicht vorenthalten möchte:
- Musk verklagt OpenAI und Apple!
- Neues ChatGPT Gedächtnis!
- Stoppt diese KI den Alterungsprozess?
- Gratis ChatGPT für ein ganzes Land?
- ChatGPT Schmankerl der Woche
- OpenAI warnt vor AGI!
- So nutzt du ChatGPT richtig
- KI Tool der Woche: Google Gemini
Musk verklagt OpenAI und Apple!
Elon Musk hat erneut die Schlagzeilen erobert: Der Tech-Milliardär verklagt Apple und OpenAI wegen mutmaßlicher Wettbewerbsverstöße.
Seine Unternehmen X und xAI reichten die Klage am Montag in Texas ein.
Der Vorwurf: Apple bevorzuge OpenAI durch die enge Integration von ChatGPT ins iPhone-Betriebssystem und verhindere damit fairen Wettbewerb im KI-Markt.
Musk wirft Apple vor, mit dieser exklusiven Partnerschaft ChatGPT zum einzigen generativen KI-Chatbot auf iPhones gemacht zu haben. Verbraucher hätten dadurch kaum noch eine echte Wahl.
OpenAI kontert: Musks Klage sei „Teil eines Musters der Schikane“.
Der Fall erinnert an das jüngste Kartellverfahren gegen Google, bei dem ein Gericht entschied, dass der Suchmaschinenriese seinen Markt unfair monopolisiert habe. Beobachter sehen Parallelen zur aktuellen Auseinandersetzung im KI-Sektor.
Brisant: Musk war einst Mitgründer von OpenAI, hat sich jedoch längst von der Organisation getrennt – und überzieht das Unternehmen und CEO Sam Altman seit Monaten mit Klagen, Drohungen und Übernahmeversuchen.
Es bleibt spannend, ob Musks juristische Offensive gegen Apple und OpenAI den KI-Markt tatsächlich aufmischen wird oder ob sie im Sand verläuft.
Ich halte dich jedenfalls auf dem Laufenden!
Neues ChatGPT Gedächtnis!
Ab sofort gibt es ein spannendes Update für alle, die mit Projekten in ChatGPT arbeiten: Project-only Memory.
Mit dieser Funktion kannst du deine Projekte komplett abgeschottet führen. Das bedeutet:
- ChatGPT nutzt nur die Gespräche innerhalb des Projekts als Kontext.
- Deine persönlichen Memories aus anderen Chats bleiben außen vor.
- Gleichzeitig werden Informationen aus dem Projekt nicht in andere Unterhaltungen übernommen.
So entsteht ein fokussierter, selbst enthaltener Arbeitsraum – perfekt für langfristige oder sensible Projekte, bei denen Tonalität, Kontext und Historie konsistent bleiben sollen.
👉 Wichtig: Um Project-only Memory zu nutzen, muss Personal Memory aktiviert sein. (Du findest die Einstellung unter: Settings → Personalization → Memory.)
Zum Start ist das Feature auf der ChatGPT-Webversion und der Windows-App verfügbar. In den nächsten Wochen folgt die Unterstützung für iOS, Android und macOS.
Stoppt diese KI den Alterungsprozess?
OpenAI hat gemeinsam mit dem Biotech-Startup Retro Biosciences gezeigt, wie Künstliche Intelligenz die Medizin verändern kann.
Mit einem neuen KI-Modell gelang es, Proteine so zu verbessern, dass Körperzellen viel schneller und effizienter in Stammzellen umgewandelt werden können.
Warum ist das wichtig? Stammzellen sind eine Art „Alleskönner-Zellen“: Aus ihnen lassen sich viele unterschiedliche Gewebe und Organe entwickeln. Sie sind zentral für Therapien gegen Alterskrankheiten, für die Heilung von Diabetes oder Blindheit und könnten langfristig sogar bei Organersatz helfen.
Das Ergebnis: Mit KI-optimierten Proteinen konnten die Forschenden die Erfolgsrate der Umwandlung mehr als 50-fach steigern. Außerdem reparierten die Zellen Schäden in ihrer DNA deutlich besser – ein entscheidender Schritt im Kampf gegen das Altern.
Das zeigt: KI kann nicht nur Texte schreiben oder Bilder malen – sie könnte auch die Medizin der Zukunft massiv beschleunigen.
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Danke für deine Treue und dein Vertrauen – gemeinsam machen wir KI verständlich und anwendbar!
Gratis ChatGPT für ein ganzes Land?
Bei Gesprächen zwischen Technologieminister Peter Kyle und OpenAI-Mitgründer Sam Altman wurde darüber nachgedacht, allen Bürgern ChatGPT Plus gratis zur Verfügung zu stellen.
Die Idee hätte den britischen Staat jedoch etwa 2,2 Milliarden Euro gekostet – ein Preis, bei dem die Regierung schnell skeptisch wurde. Offizielle Quellen betonen, dass es sich eher um ein Gedankenspiel als um konkrete Verhandlungen handelte.
Stattdessen konzentriert sich die britische Regierung nun auf einen anderen Weg: ein Memorandum mit OpenAI, das den Einsatz von KI in Bereichen wie Bildung, Verwaltung und Justiz ermöglichen soll.
Interessant: Großbritannien ist schon jetzt einer der größten Märkte für ChatGPT – Millionen Menschen nutzen die kostenlose Version täglich. Andere Länder sind übrigens schon einen Schritt weiter: Die Vereinigten Arabischen Emirate haben eine Vereinbarung abgeschlossen, um ChatGPT fest in ihre nationale Infrastruktur zu integrieren – von Verkehr bis Gesundheitswesen.
ChatGPT Schmankerl der Woche
Wir alle wissen: ChatGPT halluziniert – und manchmal zeigt sich das deutlicher, als uns lieb ist.
Ein aktueller Internetwitz bringt es perfekt auf den Punkt: Wenn man ChatGPT ein Suchbild gibt und ihn bittet, die „76“ darin zu finden – die es gar nicht gibt – dann weist er nicht darauf hin, sondern bastelt kurzerhand eine neue Version des Bildes, in dem die 76 plötzlich auftaucht.
Fast schon lustig, aber eben auch ein bisschen traurig, oder?
Auf jeden Fall ein guter Reminder: Ergebnisse von ChatGPT (und generell KI-Tools) sollte man immer kritisch hinterfragen.
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OpenAI warnt vor AGI!
OpenAI sorgt aktuell mit einer bemerkenswerten Aussage für Aufsehen: Sollte es gelingen, Künstliche Intelligenz auf menschliches Niveau zu bringen (eine AGI), könnte Geld in einer solchen Welt womöglich seine Bedeutung verlieren. Auf der eigenen Website warnt das Unternehmen: „Es könnte schwer vorherzusagen sein, welche Rolle Geld in einer Post-AGI-Welt überhaupt noch spielt.“
Gleichzeitig stuft OpenAI Investitionen in das eigene Unternehmen als Hochrisiko ein: Kapital könne verloren gehen, ohne dass ein Return in Sicht sei. Diese Warnung fällt in eine Zeit, in der OpenAI-CEO Sam Altman selbst von einer „AI-Bubble“ spricht – einer Blase, in der Investoren übermäßig euphorisch auf einen wahren, aber überhöhten Kern reagieren.
Trotz dieser Einschätzung fließt weiter gigantisches Kapital: Laut Business Insider führt SoftBank gerade eine neue Finanzierungsrunde zu einer Bewertung von rund 300 Milliarden US-Dollar an.
Parallel dazu verkaufen Mitarbeiter und Ex-Mitarbeiter Aktien im Wert von 6 Milliarden US-Dollar – bei einer Bewertung von sogar 500 Milliarden US-Dollar, was eine höhere Bewertung als die Deutsche Telekom und SAP zusammen ist.
So nutzt du ChatGPT richtig:
Wie nutze ich ChatGPT richtig? Das ist eine Frage, die ich immer wieder höre und für mich sind bei der Nutzung vor allem drei Dinge wichtig:
1. Custom Instructions einrichten Damit das reibungslos funktioniert und ChatGPT auf dich personalisiert antwortet, solltest du unbedingt die Custom Instructions einrichten. So musst du nicht jedes Mal deine Tonalität, Regeln oder Formatierungen neu erklären. Mit aktivierter Memory-Funktion merkt sich ChatGPT außerdem deine Vorgaben, und du sparst dir lästiges Wiederholen.
2. Speziell trainierte Projekte nutzen Wenn es um größere Kampagnen, Kunden-Projekte oder wiederkehrende Workflows geht, reichen einfache Chats nicht mehr aus.
Hier kommen Projekte ins Spiel. Sie bündeln Dateien, Chats und Anweisungen an einem zentralen Ort und das Projekt-Memory stellt sicher, dass dein Vorgehen konsistent bleibt.
So kannst du z. B. Brand-Guides hochladen, projektbezogene Regeln festlegen und ChatGPT arbeitet direkt auf Basis deines Materials statt auf allgemeinem Internetwissen. Ergebnis: Inhalte, die wirklich deine Strategie widerspiegeln. Besonders hilfreich für Agenturarbeit oder mehrstufige Content-Serien.
3. GPTs für wiederkehrende Aufgaben erstellen Für Formate, die du regelmäßig brauchst – wie Newsletter, Social-Media-Carousels oder Blogartikel – lohnt es sich, eigene GPTs zu erstellen. Das sind spezialisierte „Mini-Assistenten“, die deine Regeln, Templates und Frameworks gespeichert haben. Sie besitzen zwar kein Memory, können aber mit hochgeladenen Vorlagen immer wieder dieselben Abläufe zuverlässig umsetzen.
Einmal erstellt, kannst du sie intern im Team teilen oder sogar öffentlich veröffentlichen. So wird aus einmaliger Arbeit ein langfristiges Effizienz-Tool.
Die Einrichtung kostet zwar ein bisschen Zeit, aber damit holst du aus ChatGPT weit mehr heraus als nur Standard-Ergebnisse. So sparst du zukünftig Zeit, bleibst konsistent und machst die KI zu deinem persönlichen Assistenten.
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KI Tool der Woche: Google Gemini
Google hat seiner Gemini-App ein riesiges Update spendiert. Mit dem neuen Modell „Gemini 2.5 Flash Image“ sollen Fotos nicht nur realistischer wirken, sondern sich auch auf kreative Weise verwandeln lassen.
Besonders spannend: Die typischen Merkmale von Menschen und Tieren bleiben dabei erhalten, selbst bei aufwendigen Bearbeitungen.
Das Update ist ab sofort für alle Nutzer kostenlos verfügbar. Wichtig: Alle KI-generierten Bilder erhalten ein sichtbares Wasserzeichen und eine unsichtbare Markierung, um sie klar als KI-Inhalte zu kennzeichnen.
Ausprobieren lohnt sich aber auf jeden Fall, denn innerhalb von Sekunden entsteht aus einem einfachen Selfie das:
Hier die vier größten Neuerungen im Überblick:
1. Kostüm und Ort ändern Mit nur einem Prompt könnt ihr Personen oder Tiere in eine völlig neue Umgebung versetzen – oder ihnen ein komplett neues Outfit anziehen. Sogar Retro-Styles wie Frisuren aus den 60ern lassen sich damit realisieren.
2. Fotos zusammenfügen Gemini verschmilzt Fotos nach euren Wünschen zu einem neuen Kunstwerk. Beispiel: Zwei Personen auf getrennten Fotos landen plötzlich gemeinsam in einem romantischen Sonnenuntergang.
3. Schritt-für-Schritt-Bearbeitung Nicht zufrieden mit dem ersten Ergebnis? Kein Problem: Ihr könnt euer Bild in mehreren Schritten verfeinern und Details hinzufügen – ähnlich wie in Adobe Firefly. So lassen sich Möbel im Raum platzieren oder einzelne Bildbereiche gezielt verändern.
4. Designs kombinieren Farben, Texturen oder ganze Stile lassen sich von einem Bild aufs andere übertragen. So verwandelt ihr ein schlichtes Outfit etwa in ein Kleid mit der Textur eines Schmetterlingsflügels.
Damit sind wir auch schon wieder am Ende meines ChatGPT Insiders angelangt.
Bis spätestens nächste Woche
Liebe Grüße
Alex
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