ChatGPT greift Social Media an!
Hallo und herzlich willkommen zur 128. Ausgabe des ChatGPT Insiders!
Diese Woche standen für mich wieder viele Termine auf der Agenda und so langsam beginnt auch der Vorweihnachtsstress, aber natürlich gibt es auch in dieser Woche weitere spannende ChatGPT News und Insights:
- ChatGPT greift Social Media an
- Das ChatGPT Update, auf das wir alle gewartet haben!
- 🚀
Nur noch für kurze Zeit: 50% Black Friday Deal meiner ChatGPT Masterclass ist live!
- OpenAI streicht rechtliche und medizinische Beratung aus ChatGPT
- Offizieller Prompting Guide von OpenAI!
- ChatGPT Schmankerl der Woche
- Reddit AMA von OpenAI geht schief
- KI-Tool der Woche
ChatGPT unternimmt nächsten Schritt zur Social Media App
Mit den neuen Gruppen-Chats öffnet ChatGPT die Tür zu einer völlig neuen Art digitaler Zusammenarbeit. Zum ersten Mal können mehrere Menschen gemeinsam mit der KI in einem einzigen Gespräch planen, diskutieren und Entscheidungen treffen. Damit macht ChatGPT klar den Schritt in die Richtung einer Social Media App und tritt damit automatisch in Konkurrenz mit WhatsApp und Co.
Ob Freundeskreis, Familie oder Team. Gruppen-Chats ermöglichen Austausch in Echtzeit, begleitet von einer Assistenz, die sofort mitdenkt.
Mögliche Use Cases:
- Kreative Abstimmungen wie Moodboards, Stilrichtungen oder Ideenlisten
- Brainstorming für Projekte, Präsentationen oder Content
- Gemeinsame Recherchen oder das Erstellen von Stellenanzeigen
Aber auch private Themen wie:
- Planung eines Wochenendtrips
- Organisation eines Abendessens im Freundeskreis
ChatGPT fasst Inhalte zusammen, schlägt Optionen vor oder bringt neue Perspektiven ein.
Der Zugang ist simpel: Über das Personen-Icon in einer Unterhaltung lässt sich ein Gruppen-Chat erstellen. Wird jemand zu einer bestehenden Unterhaltung eingeladen, erzeugt ChatGPT automatisch eine Kopie. Das Original bleibt privat und unverändert.
Du kannst:
- bis zu 20 Personen per Einladungslink hinzufügen
- ein kurzes Profil mit Name und Foto anlegen
- Gruppen-Chats im neuen Sidebar-Bereich schnell wiederfinden
- Einstellungen wie Name, Mitglieder oder Benachrichtigungen jederzeit anpassen
Die Antworten basieren auf GPT-5.1 Auto, das je nach Chat-Situation automatisch das passende Modell auswählt.
Damit Gruppen-Chats sich natürlich anfühlen, wurde ChatGPT speziell trainiert. Die KI erkennt, wann sie sich einbringen sollte und wann besser nicht. Möchtest du eine Antwort, reicht eine direkte Erwähnung.
Neu sind außerdem:
- Emoji-Reaktionen von ChatGPT
- der Umgang mit Profilbildern für personalisierte Inhalte
- reibungslose Nutzung von Suche, Datei-Upload und Bildgenerierung
Dadurch entsteht ein echtes Gruppenerlebnis statt eines klassischen 1:1-Chats.
Für unter 18-Jährige gelten zusätzliche Sicherheitsmechanismen. Inhalte werden entschärft und Gruppen-Chats können über Elternkontrollen vollständig deaktiviert werden.
Bisher sind die Gruppenchats leider nur in Japan, Neuseeland, Südkorea und Taiwan verfügbar, aber sobald es in Deutschland startet wird die genaue Erklärung natürlich meiner ChatGPT-Masterclass hinzugefügt werden.
Das ChatGPT Update, auf das wir alle gewartet haben!
Was verrät einen mit ChatGPT geschriebenen Text in unter 2 Sekunden? Richtig, der vermehrte Gebrauch der (–) Gedankenstriche.
Trotz Anweisungen in Prompt, Custom Instructions und Co war der Gedankenstrich immer wieder in den Texten zu finden, doch damit ist jetzt Schluss.
Sam Altman hat persönlich auf Twitter verkündet, dass ChatGPT endlich aufhört den Gedankenstrich zu verwenden. Allerdings nur, wenn man darum bittet. What a time to be alive! 😂
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OpenAI streicht rechtliche und medizinische Beratung aus ChatGPT
OpenAI hat seine Nutzungsrichtlinien angepasst.
Der Chatbot darf künftig keine personalisierte rechtliche oder medizinische Beratung mehr liefern, sofern keine qualifizierte Fachperson anwesend ist. Dieser Schritt wirkt auf den ersten Blick wie eine Schutzmaßnahme für Nutzer. Tatsächlich geht es aber vor allem darum, OpenAI selbst vor rechtlichen Konsequenzen zu bewahren.
Rechts- und medizinische Auskünfte durch KI sind in den vergangenen Jahren enorm populär geworden. Viele Nutzer greifen lieber auf ChatGPT zurück als auf teure Anwälte oder medizinische Fachkräfte.
Gleichzeitig wächst das Risiko für OpenAI. Besonders in den USA laufen bereits Verfahren, bei denen ChatGPT falsche medizinische Informationen gegeben haben soll.
In Europa konzentrieren sich die Streitfälle bislang vor allem auf Urheberrecht. Trotzdem besteht für OpenAI ein erhebliches Haftungsrisiko. Die neue Richtlinie soll dieses Risiko reduzieren.
Trotz der strengeren Richtlinie bleibt ein Problem bestehen. Nutzer können weiterhin individuelle Fälle schildern und ChatGPT um Einschätzungen bitten. Die KI antwortet darauf ohne echte Einschränkungen. Rein praktisch lässt sich damit nach wie vor rechtliche oder medizinische Beratung simulieren. Das Risiko für OpenAI bleibt also bestehen.
Die neue Regelung ist damit weniger eine endgültige Lösung und eher ein Versuch, Verantwortung zu begrenzen und zukünftige Prozesse abzufedern.
Offizieller Prompting Guide von OpenAI!
Passend zum Launch von ChatGPT 5.1 hat OpenAI einen Prompting Guide für das neue Modell rausgebracht. Es ist auf jeden Fall der ein oder andere spannende Prompt dabei, also schau mal rein: Prompting Guide
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ChatGPT Schmankerl der Woche:
Vielleicht hast du es mitbekommen: Derzeit geht ein Artikel über steigende Autoverkäufe im Oktober viral. Leider nicht, weil er so gut geschrieben ist, sondern weil der Autor leider vergessen hat, den ChatGPT Hinweis am Ende zu löschen.
Sieh das also gerne als kleinen Reminder, mit ChatGPT generierte Texte vor dem Abschicken immer nochmal zu kontrollieren. 🎓
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Reddit AMA von OpenAI geht schief
Bei OpenAI ist es fast schon zur Tradition geworden, dass nach jedem neuen Launch ein AMA auf Reddit stattfindet. Da können Nutzer sämtliche Fragen über das neue Modell stellen und das Team von OpenAI antwortet dann.
So weit, so gut, diesmal ist das aber ordentlich daneben gegangen.
Statt Begeisterung gab es Downvotes, Kritik und offene Frustration. Der Thread wurde zum Ventil für das, was viele Nutzer schon länger empfinden: eine wachsende Vertrauenskrise zwischen OpenAI und seiner engagiertesten Nutzerschaft.
Statt technischer Fragen stand ein Thema im Zentrum, die Modellsteuerung.
Viele Nutzer warfen OpenAI vor, den sogenannten Safety-Router zu aggressiv einzusetzen. Dieser leite Anfragen ungewollt auf andere Modelle um – selbst dann, wenn die Nutzer bewusst GPT-4o oder GPT-4.1 ausgewählt hatten.
Harmlose Aussagen wie Frust über den Job oder Rollenspiel-Szenen reichten offenbar aus, um Antworten mit „retried with 5.1 thinking mini" zu erzeugen.
Die Forderung war klar: Wer bezahlt, möchte Kontrolle über das Modell behalten.
Ein Kernpunkt der Kritik war der Verlust eines der beliebtesten Modelle. Viele wünschen sich GPT-4o in unveränderter Form zurück, nicht nur wegen seiner Fähigkeiten, sondern aufgrund seiner als warm, konsistent und empathisch wahrgenommenen Tonalität. Im Vergleich dazu wirkt GPT-5 für viele restriktiver, distanzierter und „kalt".
OpenAI steckt dabei in einem Dilemma. GPT-4o wirkte so menschlich, dass viele Nutzer eine emotionale Bindung entwickelten, ein Effekt, der einerseits die Nutzung stärkt, andererseits gefährliche Dynamiken begünstigen kann.
Am Ende des AMA zeigte sich OpenAI selbst überrascht von der Heftigkeit der Reaktionen.
Man habe „sehr viel Feedback erhalten" und wolle es nun aufarbeiten.
Was OpenAI daraus macht, bleibt noch spannend. Nachlesen kannst du das Ganze hier: Reddit AMA
Neue Codex Version von ChatGPT
Was folgt auf ein neues ChatGPT Modell?
Richtig, eine neue Codex Version!
OpenAI stellt mit GPT-5.1-Codex-Max sein bisher stärkstes Coding-Modell vor. Es wurde speziell für lange, detaillierte Entwicklungsaufgaben trainiert und kann erstmals über Millionen Tokens hinweg zusammenhängend arbeiten. Das ermöglicht große Refactorings, tiefes Debugging und stundenlange Agent-Loops ohne Kontextverlust.
Codex-Max ist schneller, intelligenter und deutlich token-effizienter als frühere Modelle und wurde auf realen Software-Engineering-Tasks trainiert. Entwickler profitieren von besseren Ergebnissen bei PRs, Frontend-Umsetzungen, Code-Reviews und Q&A – bei gleichzeitig spürbar geringeren Kosten.
Dank automatischer „Compaction" kann das Modell eigenständig über viele Stunden hinweg arbeiten und Aufgaben zuverlässig abschließen.
In Codex ist es ab sofort der neue Standard und steht für Plus-, Pro-, Business-, Edu- und Enterprise-Nutzer bereit.
KI Tool der Woche:
Jeff Bezos kehrt überraschend in eine operative Rolle zurück.
Mit Project Prometheus gründet der Amazon-Milliardär ein neues KI-Start-up und führt es direkt als Co-Chef.
Das junge Unternehmen startet mit 6,2 Milliarden US-Dollar Finanzierung. Damit gehört es zu den am stärksten kapitalisierten Frühphasen-Start-ups überhaupt.
Prometheus positioniert sich im heiß umkämpften KI-Markt und tritt damit gegen Player wie Google, Meta, Microsoft, OpenAI und Anthropic an.
Das Unternehmen arbeitet bewusst im Verborgenen. Bekannt ist nur, dass es KI-Technologien entwickelt, die vor allem in Luft- und Raumfahrt, Automobilbau und Hochtechnologie eingesetzt werden sollen, ein klarer Hinweis auf Bezos' langfristiges Interesse am Weltraum.
Mitgründer ist der renommierte Physiker und Chemiker Vik Bajaj, der zuvor bei Google X an mehreren Moonshot-Projekten beteiligt war.
Prometheus hat bereits rund 100 Top-Talente eingestellt, darunter Forscher von OpenAI, DeepMind und Meta.
Bezos sendet damit ein deutliches Signal. Er steigt wieder aktiv in das Rennen um die nächste KI-Generation ein – und bringt Kapital, Erfahrung und Ambition auf ein Level, das die Branche aufhorchen lässt.
Für mich definitiv ein Tool das man im Auge behalten sollte.
Damit sind wir auch schon wieder am Ende meines ChatGPT Insiders angelangt.
Bis spätestens nächste Woche
Liebe Grüße
Alex
⏳
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