Fremde Inhalte in der eigenen Story zu teilen gehört zu den einfachsten Wegen, deine Story lebendig zu halten und andere Accounts einzubinden. Wenn du eine Instagram Story reposten willst, bietet dir die App dafür drei Wege, und nur einer davon braucht eine ausdrückliche Erlaubnis. Welcher Weg für dich der richtige ist, hängt davon ab, ob du einen Feed-Beitrag teilst, in einer Story markiert wurdest oder einen Inhalt weiterverwenden möchtest, mit dem du gar nichts zu tun hast.
Damit du nicht lange suchen musst, gehen wir alle drei Varianten der Reihe nach durch, jeweils mit den konkreten Schritten in der App. Danach klären wir, warum dir der Repost-Button manchmal schlicht fehlt und wie du aus dem Weiterteilen echtes Engagement machst.
Beitrag als Story reposten: der einfachste Weg
Unter jedem Feed-Beitrag findest du das Papierflieger-Symbol. Ein Tipp darauf öffnet das Teilen-Menü, dort wählst du „Zu deiner Story hinzufügen". Instagram verlinkt den Urheber automatisch, du brauchst also nicht extra zu fragen. Der Beitrag erscheint als Karte in deiner Story, deine Follower tippen darauf und landen beim Original.
Das gilt für Fotos, Karussells und Reels gleichermaßen, solange das Profil öffentlich ist und der Urheber das Teilen in Stories nicht deaktiviert hat. Genau deshalb ist dieser Weg für die meisten der Standard: schnell, korrekt verlinkt und ohne Rückfrage.
Schritt für Schritt: Feed-Beitrag in deine Story teilen
1. Öffne den Beitrag, den du teilen möchtest, im Feed oder direkt im Profil des Urhebers.
2. Tippe unter dem Beitrag auf das Papierflieger-Symbol.
3. Wähle im Menü „Zu deiner Story hinzufügen".
4. Der Beitrag erscheint als Karte im Story-Editor, du kannst ihn verschieben und in der Größe verändern.
5. Ergänze Text, Sticker oder eine kurze Einordnung, warum du den Beitrag zeigst.
6. Tippe auf „Deine Story", um zu veröffentlichen.
Was du vor dem Veröffentlichen noch anpassen solltest
Eine reine Beitragskarte ohne Kommentar wird oft weggetippt. Schreib in zwei bis drei Wörtern dazu, warum der Inhalt für deine Community relevant ist, setz einen Pfeil-Sticker auf die Karte oder stell eine Frage dazu. Achte darauf, dass die automatische Verlinkung sichtbar bleibt und du sie nicht mit Stickern überklebst. Wenn du zusätzlich einen Link setzen willst, nutzt du dafür den Link-Sticker, wie wir es im Beitrag zu Swipe-Up in Stories erklären.
Wenn „Zu deiner Story hinzufügen" nicht erscheint
Fehlt der Menüpunkt, liegt das fast immer am Urheber: Das Profil ist privat, der Beitrag stammt aus einem Account mit eingeschränkten Teilen-Einstellungen oder es handelt sich um einen geschützten Inhalt. In dem Fall bleibt dir nur die Direktnachricht mit der Bitte um Erlaubnis. Mehr dazu weiter unten im Abschnitt zum fehlenden Repost-Button.
Verlinkte Stories übernehmen
Wurdest du selbst in einer Story markiert, bekommst du eine Direktnachricht mit dem Hinweis und einem Button „In deine Story teilen". Ein Tipp genügt und die Story anderer erscheint in deiner, mit automatischer Verlinkung zurück. Für Unternehmen ist das der wichtigste Weg: Bitte Kunden, dich zu markieren, und teile ihre Beiträge weiter, das ist glaubwürdiger als jede Eigenwerbung.
So repostest du eine Story, in der du markiert wurdest
1. Öffne dein Postfach, dort landet die Benachrichtigung „… hat dich in einer Story erwähnt".
2. Tippe auf die Nachricht, um die Story in voller Größe zu sehen.
3. Wähle unten den Button „In deine Story teilen".
4. Die Story erscheint als Karte im Editor, inklusive Verlinkung des Urhebers.
5. Verschiebe die Karte, ergänze ein Dankeschön oder eine kurze Reaktion.
6. Veröffentliche die Story wie gewohnt.
Warum dieser Weg für Unternehmen der stärkste ist
Ein Kunde, der dein Produkt in seiner Story zeigt, ist der beste Beweis, den du bekommen kannst. Solche Inhalte wirken, weil sie nicht von dir stammen. Sorge deshalb aktiv dafür, dass Markierungen entstehen: Bitte nach dem Kauf oder nach einem Termin freundlich darum, hinterleg deinen Account-Namen auf Verpackungen, Rechnungen oder in der Bestätigungsmail und mach es den Leuten so leicht wie möglich. Wer regelmäßig repostet, bekommt auch mehr Markierungen, weil die Community merkt, dass es sich lohnt.
Markierung nachträglich wiederfinden
Geht die Benachrichtigung im Postfach unter, findest du Erwähnungen auch über den Reiter mit den Aktivitäten in deinem Profil. Wichtig ist das Zeitfenster: Eine Story lebt 24 Stunden, danach kannst du sie nicht mehr weiterteilen. Wer selten in die App schaut, aktiviert am besten Benachrichtigungen für Erwähnungen.
Fremde Stories ohne Markierung: nur mit Erlaubnis
Für Stories, in denen du nicht markiert bist, gibt es keinen Repost-Button. Wenn du solche Inhalte verwenden willst, frag den Urheber per Direktnachricht um Erlaubnis und lass dir am besten die Originaldatei schicken. Screenshots oder Aufnahmen ohne Zustimmung sind rechtlich riskant, denn die Rechte am Inhalt bleiben immer beim Ersteller. Verlinke den Urheber in deiner Story, auch wenn du die Erlaubnis schon hast.
So fragst du sauber nach
1. Schreib eine kurze Direktnachricht und sag konkret, welchen Inhalt du meinst.
2. Erklär in einem Satz, wo und warum du ihn teilen möchtest.
3. Bitte um die Originaldatei, dann bleibt die Qualität erhalten.
4. Kündige an, dass du den Account sichtbar verlinkst.
5. Warte die Antwort ab, bevor du etwas veröffentlichst.
Warum Screenshots die schlechteste Lösung sind
Ein abfotografierter Screenshot sieht nicht nur schlechter aus, er bringt dich auch in eine unangenehme Lage. Fotos, Videos und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt, dazu kommen Persönlichkeitsrechte bei erkennbaren Personen und Markenrechte bei Logos. Eine Erlaubnis per Nachricht kostet dich eine Minute und ist im Zweifel dein Beleg. Wenn du regelmäßig mit fremden Inhalten arbeitest, halt dir die Zusagen in einem Ordner fest.
Warum fehlt der Repost-Button bei mir?
Die häufigste Frage rund um das Thema lautet: Warum sehe ich die Option zum Teilen überhaupt nicht? Meistens steckt einer dieser Gründe dahinter.
1. Der Urheber hat ein privates Profil, private Inhalte lassen sich nicht in Stories weiterteilen.
2. In den Einstellungen des Urhebers ist das Teilen von Beiträgen in Stories deaktiviert.
3. Du bist in der Story nicht markiert, sondern nur namentlich im Text erwähnt, ohne Verlinkung gibt es keinen Button.
4. Die Story ist älter als 24 Stunden und damit abgelaufen, auch die Nachricht im Postfach funktioniert dann nicht mehr.
5. Deine App ist veraltet, ein Update im App Store oder Play Store bringt die Funktion zurück.
6. Der Inhalt enthält geschützte Musik oder Material, dessen Weiterverbreitung Instagram automatisch blockiert.
Hilft nichts davon, meldest du dich einmal ab und wieder an oder leerst den Cache. Und wenn Instagram gerade eine neue Repost-Funktion ausrollt, kann es sein, dass sie bei deinem Account einfach noch nicht freigeschaltet ist. Neue Funktionen kommen selten bei allen gleichzeitig an.
Instagram-Engagement durch Reposting steigern
Reposten ist kein Lückenfüller, sondern ein Beziehungswerkzeug. Jeder geteilte Inhalt erzeugt eine Benachrichtigung beim Urheber und damit einen Anlass für ein Gespräch. Genau daraus entstehen wiederkehrende Zuschauer, die deine Stories nicht wegtippen.
Drei Dinge machen den Unterschied:
1. Kommentiere jeden Repost mit einem eigenen Satz, statt die Karte kommentarlos stehen zu lassen.
2. Ergänze einen interaktiven Sticker, etwa eine Umfrage oder einen Fragen-Sticker zum geteilten Thema.
3. Antworte auf jede Reaktion, die daraufhin in dein Postfach kommt, denn Direktnachrichten sind das stärkste Signal.
Wer sein Verhältnis von eigenen und geteilten Inhalten sauber hält, wirkt kuratiert statt beliebig. Als grobe Richtung: Der Großteil deiner Story bleibt eigener Inhalt, Reposts sind die Würze. Wie sich das auf deine Zahlen auswirkt, siehst du in den Insights, mehr dazu findest du in unserem Beitrag zu mehr Instagram Story Views.
Tipp aus der Praxis: Baue dir eine feste Routine daraus: Jede Markierung durch Kunden oder Partner innerhalb von 24 Stunden weiterteilen, solange die Story noch läuft. Das kostet zehn Sekunden und zeigt deiner Community, dass hinter dem Account jemand zuhört.
Mehr Grundlagen für starke Stories findest du in unseren 3 Tipps für bessere Instagram-Stories.
In der Academy zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du Stories, Reels und Beiträge zu einem Plan verbindest, der Kunden bringt. Kein Rätselraten, sondern Vorlagen und Routinen, die du sofort anwenden kannst.
Kostenlos testenHäufige Fragen
Wie kann ich die Story von jemand anderem reposten?
Direkt geht das nur, wenn du in der Story markiert wurdest. Dann bekommst du eine Direktnachricht und kannst über den Button „In deine Story teilen" die Story mit automatischer Verlinkung übernehmen. Handelt es sich um einen Feed-Beitrag statt um eine Story, nutzt du das Papierflieger-Symbol und wählst „Zu deiner Story hinzufügen".
Wie reposte ich eine Instagram-Story ohne Markierung?
Über die App gar nicht, denn ohne Markierung gibt es keinen Repost-Button. Der saubere Weg ist die Direktnachricht an den Urheber mit der Bitte um Erlaubnis und um die Originaldatei. Danach lädst du den Inhalt selbst als Story hoch und verlinkst den Account sichtbar. Ungefragte Screenshots sind rechtlich riskant, weil die Rechte am Inhalt beim Ersteller bleiben.
Warum kann man eine Instagram-Story nicht reposten?
Typische Ursachen sind ein privates Profil des Urhebers, deaktiviertes Teilen in den Einstellungen, eine fehlende Verlinkung oder eine bereits abgelaufene Story. Auch geschützte Musik kann das Weiterteilen blockieren. Prüfe zusätzlich, ob deine App auf dem aktuellen Stand ist, denn veraltete Versionen zeigen neue Optionen oft nicht an.
Wie funktioniert die neue Repost-Funktion bei Instagram?
Instagram baut das Weiterteilen von Beiträgen und Reels immer weiter aus, neue Optionen werden aber schrittweise ausgerollt und erscheinen nicht bei allen Accounts gleichzeitig. Grundsätzlich bleibt das Prinzip gleich: Du teilst über das Papierflieger-Symbol, der Urheber wird automatisch verlinkt und behält die Kontrolle über seinen Inhalt. Siehst du eine Option nicht, hilft in der Regel ein App-Update und etwas Geduld.
Sehen andere, wenn ich ihre Story oder ihren Beitrag reposte?
Ja. Sowohl beim Teilen eines Feed-Beitrags als auch beim Übernehmen einer Story, in der du markiert wurdest, bekommt der Urheber eine Benachrichtigung und sieht die Verlinkung. Genau das ist der Vorteil: Ein Repost ist ein sichtbares Signal und oft der Anfang eines Gesprächs, aus dem eine Zusammenarbeit werden kann.
Die Bilder in diesem Beitrag wurden mit KI erstellt.