KI-Bildgeneratoren haben in kurzer Zeit den Sprung vom Spielzeug zum Arbeitswerkzeug geschafft, und Midjourney gilt vielen als der Generator mit dem stärksten Look. Aus einer Textbeschreibung, dem Prompt, entsteht in unter einer Minute ein Bild, das einem Foto täuschend ähnlich sehen kann.
So funktioniert Midjourney
Midjourney ist eine Text-to-Image-KI: Du beschreibst das gewünschte Bild in Worten, die KI erzeugt mehrere Varianten, aus denen du auswählst, verfeinerst und hochskalierst. Der Einstieg ist heute deutlich einfacher als früher: Statt des anfänglichen Discord-Umwegs arbeitest du direkt im Browser auf midjourney.com. Ein Abo brauchst du weiterhin, die Einstiegsstufe liegt bei rund 10 US-Dollar im Monat.
Was gute Prompts ausmacht
- Konkret statt blumig: Motiv, Stil, Licht, Perspektive. „Portrait einer Bäckerin in ihrer Backstube, warmes Morgenlicht, 35mm" schlägt „schönes Foto von einer Frau".
- Englisch funktioniert am besten, auch wenn deutsche Prompts inzwischen verstanden werden.
- Iterieren gehört dazu: Das erste Ergebnis ist ein Entwurf. Varianten anfordern, Details nachschärfen, neu kombinieren.
Wofür es sich im Marketing lohnt, und wofür nicht
Stark ist Midjourney bei Stimmungsbildern, Kampagnen-Visuals und allem, wofür es kein Foto gibt. Schwächen zeigt es dort, wo Präzision zählt: echte Produkte originalgetreu abbilden, konsistente Markenfiguren über viele Bilder und verlässlicher Text im Bild bleiben Handarbeit oder brauchen spezialisierte Werkzeuge.
Das Fazit
Midjourney gehört in den Werkzeugkasten jedes Content-Teams: unschlagbar schnell für hochwertige Visuals, solange du die Grenzen kennst. Die Kunst liegt nicht mehr im Werkzeug, sondern in der Idee und im Qualitätsblick. Wie sich die Text-Seite der KI-Welt entwickelt hat, liest du in unserem Update zu den ChatGPT Plugins und ihren Nachfolgern.
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